Unterschied zwischen einer Debitkarte und einer Kreditkarte

Debitkarte und Kreditkarte ermöglichen gleichermaßen den Bezug von Bargeld am Automaten, Online-Zahlungen oder die bargeldlose Bezahlung bei Einkäufen. Im Unterschied zur Debitkarte, die an ein Girokonto gekoppelt ist und daher in der Regel im Guthaben geführt wird, räumt eine Kreditkarte einen echten Kredit ein. In unserem Kreditkarten Vergleich finden Sie Angebote für beide Arten von Karte.

Eine Debitkarte hat fast jeder, der Inhaber eines Bankkontos ist, denn dort ist sie meist als Maestrocard/Girocard in die Kundenkarte integriert. Die Reichweite dieser Debitkarte ist zwar groß, stößt aber auf Grenzen, sobald man im nichteuropäischen Ausland Geld abheben oder bargeldlos zahlen möchte. Ebenso wird man oft bei Käufen in Online-Shops, die keine Zahlung in Euro anbieten mit der Notwendigkeit konfrontiert, eine MasterCard oder eine Visa nutzen zu müssen.

Die Debitkarte

  • gehört fest zu einem Girokonto
  • ist nur verwendbar, wenn Guthaben auf diesem Konto ist
  • für Belastungen auf der Karte werden keine Zinsen fällig, da sofort vom Girokonto abgebucht wird
  • beanspruchen Zahlungen den Dispositionskredit des Girokontos, fallen entsprechende Zinsen an (je nach Bank deutlich weniger als Kreditkartenzinsen)
  • im Inland kostenloser Bargeldbezug an Automaten (je nach Bank z. B. Cash Group, Cash Pool oder sogar in Supermärkten)
  • je nach Bank kostenlose Partnerkarte erhältlich (z. B. bei N26)

Sind Karten mit Visa- oder MasterCard-Logo immer Kreditkarten?

Nein, manche Banken bieten ihren Kunden zum Girokonto auch eine Visa oder MasterCard mit der vollen Funktion dieser Karten, jedoch als Debitkarte, also ohne dass ein gesonderter Kreditrahmen gewährt wird. Eine solche Karte führt bei Zahlungen und Abhebungen zu einer sofortigen Belastung des Girokontos. Beispiele sind die zum Girokonto der Consorsbank gehörige Visa oder die MasterCard von N26, die ebenfalls als Debitkarte zu einem Girokonto ausgestellt wird.

Ist Kreditkarte gleich Kreditkarte?

Es gibt zwei Typen von Kreditkarte, die anders als die Debitkarte einen Kreditrahmen gewähren, also Zahlungen unabhängig von einem Guthaben ermöglichen: Charge Karte und Kreditkarte.

Chargecard und Kreditkarte ist gemeinsam

  • beide bieten einen Kreditrahmen bis zum individuell festgelegten Limit
  • beide Stellen in der Regel monatlich eine Kreditkartenabrechnung

Unterschiede Kreditkarte und Chargecard

  • eine Kreditkarte gestattet oft Ratenzahlung zur Begleichung der verfügten Beträge (Revolving Credit)
  • eine Charge Karte erfordert die monatliche Begleichung der Kreditkartenabrechnung
  • bei einer Kreditkarte fallen bei nicht fristgerechter Begleichung der Rechnung und bei Ratenzahlung Sollzinsen an
  • eine Charge Karte belastet dagegen das Guthaben des Referenzkontos (meist das Girokonto, an das sie gekoppelt ist)
  • wird die Abrechnung der Charge Karte aus dem Dispositionskredit beglichen, fallen entsprechende Zinsen an, die häufig günstiger sind als die Verzinsung des Darlehens bei einer Kreditkarte mit Ratenzahlungsmöglichkeit

Beispiele Debitkarte, Chargecard, Kreditkarte

Debitkarte: Die N26 MasterCard ist eine Debitkarte, da Zahlungen damit sofort oder zeitnah das N26 Girokonto belasten, mit dem diese Karte ausgegeben wird. Für diese MasterCard wird keine jährliche Gebühr fällig. Für Zahlungen in Fremdwährungen wird kein Fremdwährungsentgelt erhoben. Bei Barabhebungen am Geldautomaten in Fremdwährungen werden dagegen 1,7 % berechnet.

Das N26 Girokonto erlaubt gebührenfreie Barabhebungen bei ca. 7000 Supermärkten und Einzelhändlern in Deutschland. Das besondere am N26 Girokonto ist das Echtzeit-Banking mit Hilfe einer sehr einfachen und anwenderfreundlichen App.

Die N26 MasterCard erlaubt, da sie nur auf das Guthaben des Girokontos zugreift, volle Kostenkontrolle. Beantragt man zusätzlich einen Dispositionskredit bei N26, erhält man mit 8,9 % Sollzinsen (veränderlich) einen Kreditrahmen, der weit günstiger ist, als dies bei „echten Kreditkarten“ möglich wäre.

Die Eröffnung des Girokontos mit MasterCard geht bei N26 schnell und komfortabel in 8 Minuten.

Hier geht es direkt zum N26 Girokonto mit MasterCard

 

Chargecard: Die DKB-Visa, die zum DKB-Cash Girokonto gehört, ist eine Charge Karte. Das heißt, die Umsätze auf dieser Kreditkarte werden monatlich abgerechnet und vom Girokonto aus beglichen. Sollzinsen fallen deshalb wie bei der Debitkarte auch hier nicht an. Gerät das Girokonto durch die Begleichung der Kreditkartenabrechnung in den Dispositionskredit, fallen für diesen 6,9 % Sollzinsen (veränderlich) an.

Die Visa-Karte selbst und die damit genutzten Services sind bei der DKB kostenlos, sofern ein Geldeingang von mindestens 700,- Euro monatlich auf dem Girokonto erfolgt. Sie gestattet dann, anders als die N26, sogar kostenlose Barabhebungen in anderen Währungen ohne Fremdwährungsentgelt im Rahmen eines kostenlosen Girokontos mit kostenloser Kreditkarte.

Hier geht es direkt zur DKB-Visa mit DKB-Cash Girokonto

 

Kreditkarte: Die Barclay New Visa ist eine Kreditkarte mit einem Kreditrahmen bis zum individuell festgesetzten Limit und anders als eine Charge Karte oder Debit Karte nicht fest an ein Girokonto gekoppelt. Barclaycard gewährt mit der New Visa einen zusätzlichen Kreditrahmen unabhängig von Ihrer Hausbank. Bei Ausstellung der Barclay New Visa wird also kein Girokonto eröffnet. Die Kreditkarte ist gebührenfrei. Die Abrechnung erfolgt monatlich, das zinsfreie Zahlungsziel beträgt bis zu 59 Tage.

Nutzt man die Ratenzahlungsoption zur Begleichung der Kreditkartenrechnungen wird ein Sollzins (veränderlich) von 16,99 % berechnet, effektiver Jahreszins (abhängig von Darlehensbetrag oder Tilgung) 18,38 %. Die monatliche Mindestrate beträgt mindestens 2 % des offenen Saldos. Abhebungen in Euro sind gebührenfrei, es werden Auslandseinsatzgebühren in Höhe von 1,99 % erhoben.

Barclaycard trifft bei Anträgen eine Online-Sofortentscheidung. Sie erfahren also gleich, ob Sie die New Visa erhalten können und wie hoch der Verfügungsrahmen für Sie sein wird.

Hier geht es direkt zur Barclay New Visa

 

Fazit
Wer komplette Kostenkontrolle bevorzugt und keinesfalls Zinsen auf Beträge zahlen will, die durch Nutzung einer Kreditkarte entstehen, sollte sich die kostenlose DKB-Visa oder die kostenlose N26 MasterCard einmal genauer ansehen. Beide sind an das jeweilige Girokonto der Bank gebunden, mit dessen Eröffnung sie ausgestellt werden. Wer eine „klassische“ Kreditkarte mit einem eigenen Kreditrahmen und Ratenzahlungsmöglichkeiten wünscht findet in unserem Kreditkarten Vergleich eine Reihe von Angeboten ohne Kreditkartengebühr, darunter auch die Barclay New Visa.

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